Am Samstag sind in Geesthacht mehr als 1.500 Menschen für den Erhalt des Krankenhauses als lokaler Vollversorger auf die Straße gegangen – angemeldet waren 500.

Die Gewerkschaften komba, Marburger Bund und ver.di hatten gemeinsam zur Demonstration aufgerufen. Die gemeinschaftliche Botschaft: Gesundheit ist Daseinsvorsorge und gehört in öffentliche Hände. Medizinische Versorgung und die Unversehrtheit des eigenen Körpers sind Menschenrechte – sie dürfen kein renditeorientiertes Sparobjekt sein und nicht dem freien Markt überlassen werden.

Der fachfremde Investor und Reeder Thomas Pötzsch hatte das ehemalige Johanniter-Krankenhaus im Sommer aus einer Insolvenz übernommen. Nachdem er die Immobilie vom Betrieb abgespalten hatte, sollen nun aus finanziellen Gründen Notaufnahme und Geburtenstation geschlossen werden. komba, Marburger Bund, ver.di und der Hebammenverband nennen diese Pläne verantwortungslos.

Der Druck der Gewerkschaften und der Öffentlichkeit zeigt Wirkung: Die Stadt Geesthacht will die Schließung nun ebenfalls verhindern und bereitet laut Bürgermeister Olaf Schulze ein Angebot für einen Rückkauf vor. Dieses Angebot muss spätestens am 15.12.2025 beim Insolvenzverwalter eingehen.

Auch die Landesregierung hat sich am Sonnabend schriftlich für den Erhalt des Krankenhauses ausgesprochen, ihre Teilnahme an der Demonstration – ebenso wie Investor Thomas Pötzsch – jedoch absagen lassen.

Wir danken allen Teilnehmenden für dieses beeindruckende Zeichen und den starken Zusammenhalt. Wir bleiben dran – für eine verlässliche, wohnortnahe Gesundheitsversorgung. Eine Verlinkung zum SH-Magazin des NDR finden Sie HIER.

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